„studio.übermorgen“, Architekturmodelle zur Zukunft der Kultureinrichtungen (während der Öffnungszeiten)
Neues Rathaus
Im Neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, finden Kulturinteressierte die Zentralbücherei, die Stadtgalerie, die vhs-Kunstschule und den Veranstaltungssaal KulturForum unter einem Dach vereint. Aktuell erfindet sich das Kulturangebot der Landeshauptstadt Kiel dort neu. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, was sich die Stadtgesellschaft für diesen Ort wünscht und welche Ideen sie dort verwirklicht sehen möchte. Unter der Überschrift „studio.übermorgen“ lädt das Amt für Kultur und Weiterbildung ein, sich in diesen Prozess einzubringen, neue Perspektiven zu entwickeln und Allianzen zu schmieden.
Das erste „studio.übermorgen“ gestalten Studierende des Studiengangs Architektur an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Felix Greiner-Petter und Ruven Wiegert. Ein Semester lang haben sie sich mit der vorhandenen Raumsituation der Kultureinrichtungen im Neuen Rathaus auseinandergesetzt und ihre eigenen Visionen entworfen, wie diese in Zukunft baulich weiterentwickelt werden könnten. Die Ergebnisse präsentieren sie von Dienstag, 27. Januar, bis Sonntag, 2. Februar, in Architekturmodellen im Foyer der Stadtgalerie. Der Eintritt ist frei.
Mit ihren Modellen laden die Studierenden Besuchende ein, selbst darüber nachzudenken, welche räumlichen und programmatischen Ideen sie für die Zukunft der Kulturinstitutionen haben. Eine scheinbar altmodische Telefonzelle in unmittelbarer Nähe zur Ausstellung fordert dazu auf, eigene Wünsche für eine zukünftige Raumgestaltung beizutragen. Dank versteckter digitaler Technik stellt der Apparat Fragen und zeichnet die Antworten auf. Das Telefon, das auf humorvolle und sehr niederschwellige Art zur Beteiligung einlädt, wurde in Kiels Partnerstadt Aarhus entwickelt und wird nun durch das vom Bundesministerium für Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) geförderte Modellprojekt KielRegion | SmarterLeben zur Verfügung gestellt.
Mit dem „studio.übermorgen“ wird das Amt für Kultur und Weiterbildung in diesem Jahr mit wechselnden Formaten zum Experimentieren und Weiterdenken einladen. Es ist Teil eines umfassenden Planungsprozesses zur Weiterentwicklung der Kultureinrichtungen im Neuen Rathaus. Dieser wird gefördert im Programm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes.